Na, wer erinnert sich noch? Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass ich für mein Auslandssemester in New York City war. Durch eine Reihe glücklicher Umstände und meinen neuen Job geht es am Samstag wieder über den großen Teich. Zwar nur für 4 Tage, aber ausreichend um mal wieder ein bisschen Großstadtluft zu schnuppern. Mein iPad ist pünktlich heute gekommen und wird gerade mit genügend Daten für den Flug gefüttert. Ebenfalls eingetroffen ist bereits eine Micro-SIM von At&t mit der ich hoffentlich günstig in New York mit dem iPad online gehen kann. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass Jenny ihre Erkältung für sich behält und nichts dazwischen kommt.
Geschafft… meine Abschlussarbeit ist fertig, die Präsentation ist gehalten, die Note steht fest. Das war’s dann also mein Studium. Die 3,5 Jahre sind irgendwie wieder wie im Flug vergangen. Jetzt wird erstmal ein bisschen die Freiheit genossen und gearbeitet, bis dann im Herbst hoffentlich das Master-Studium beginnt.
Soa… und da man jetzt endlich nicht mehr ständig den Gedanken im Hinterkopf hat, dass man “eigentlich noch etwas für das Projekt machen müsste”, werde ich jetzt mal das Wochenende genießen und meine Beine hochlegen… herrlich…
Hier noch ein kurzes Video vom Prototypen (Vimeo hat das Seitenverhältnis vom Video irgendwie ein bisschen zerschossen – darum sieht meine Hand so schlank und das Smartphone so komisch aus…):
Prototyp-Demo: Versionierte 3D-Modelle auf mobilen Endgeräten from jo.jp.pa on Vimeo.
Der Druck wird langsam weniger… denn inzwischen ist die Thesis fertig und gedruckt. Morgen geht’s zur Hochschule um sie abzugeben. Inklusive allem sind es 60 Seiten geworden, womit ich die Zielvorgabe von 50 +/- 10 eigentlich ganz gut getroffen habe. Und nach oben hin muss ja auch noch ein bisschen Steigerungspotential zur Master-Thesis sein. Irgendwann nach Ostern wird das ganze dann noch verteidigt und danach bin ich dann mit dem ersten Studienabschnitt durch… juhu!
Um hier auch mal wieder etwas anderes zu schreiben, als über mein Abschlussprojekt (welches bald ja zum Glück “Geschichte” ist), will ich heute ein bisschen was über mein Lensbaby Composer berichten. Zu Weihnachten habe ich mir die Hälfte eines solchen Objektivs zugelegt – die andere Hälfte hat Jenny bekommen. Lens-Sharing quasi… Um es kurz vorweg zu nehmen: Das Lensbaby Composer ist ein rein manuelles Objektiv, bei dem man durch Verschwenken des vorderen Objektivteils (und damit der Linsen) ein außergewöhnliches Bildergebnis bekommt. Der Schärfebereich (Sweetspot) kann so frei bewegt werden, wobei die unscharfen Bildbereiche einen äußerst ungewöhnlichen Look bekommen.
Langsam geht es in Richtung Zielgerade… 2,5 Wochen Projektlaufzeit sind es noch. Der Prototyp nimmt langsam Formen an. Der Projektplan sagt zwar eigentlich, dass ich mit der Implementierung schon fertig sein sollte – aber wofür plant man schließlich eine Woche “Testing” ein? ;) Was noch fehlt ist ein Tracking-Modus zur Verdeutlichung von Änderungen und das Verzweigen von Versionen. Dann muss noch ein bisschen an der Thesis geschrieben werden…
Meine schriftliche Arbeit hat inzwischen gute 47 Seiten, womit sie schon gut im Soll liegt. Fehlen tut nur noch der Teil über die Implementierung, bei der ich gerade bin… OpenGL ist echt total schön – wenn es funktioniert. Aber bis man es da hat, dass es so funktioniert wie man es gerne hätte, ist es meistens ein recht langer Weg. Die Steuerung habe ich für den Prototypen jetzt erstmal rein über die Tastatur gelöst. Das ist zwar nicht ganz so hübsch wie über den Touchscreen, aber Steuerelemente wie einen Slider in OpenGL zu bauen, würde die verbleibenden 3,5 Wochen Projektzeit sprengen. Selbst so banale Dinge wie ein Overlay mit Text über die 3D-Ansicht zu bauen scheinen ziemlich kompliziert zu sein: Für den jeweiligen Text muss man sich scheinbar erst eine eigene Textur basteln, die dann auf ein entsprechendes Objekt gemapped wird. Aber warum auch einfacher? Die Anzeige von Text ist ja wirklich keine alltägliche Aufgabe…….
Ich habe sowohl eine gute, als auch eine schlechte Nachricht… und eigentlich ist beides die gleiche Nachricht: Ich liege auf den Tag genau im Zeitplan. Heute Morgen habe ich die letzten kleinen Änderungen am Konzept gemacht und jetzt habe ich die Implementationsphase begonnen. Das ist soweit gut… allerdings ist mein Ziel ja, wie bereits erwähnt, zumindest eine Woche vor dem Zeitplan fertig zu werden. Also heißt es jetzt: ranklotzen.
Das wäre auch halb so wild, wenn ich im Konzept nicht eine wichtige Kleinigkeit zu spät entdeckt hätte. Jetzt wird erstmal der Teil des Prototypen, den ich bisher schon implementiert hatte, angepasst und dann geht es weiter im Plan… Meine Testmodelle baue ich inzwischen mit Google SketchUp, da es damit deutlicher einfach als in Blender (das Bedienkonzept von Blender ist einfach nur ‘*§$$!&*+!!) ist. Man kann aus SketchUp sogar direkt OBJ-Dateien exportieren – allerdings nur aus der Pro-Version. Google gewährt einem großzügigerweise eine Testdauer von 8 Stunden(!!) für dieses $499,- teure Stück Software. Mein Plan, die normale neben der Pro-Version zu installieren, um die Modelle in der normalen Version zu bauen und mit der Pro-Version in OBJ zu exportieren, scheiterte daran, dass Google die Pro-Version über meine alte gebügelt hat. Jetzt heißt es also mit zwei Computern arbeiten: Auf dem einen mittels der normalen Version Modelle bauen und sie auf dem anderen ins OBJ-Format exportieren…
Das Projekt läuft und läuft und läuft… bis jetzt zumindest. Nach 2 von 9 Wochen Projektlaufzeit enthält die schriftliche Ausarbeitung bereits 23 Seiten Text. Am Ende sollen es 50 +/- 10 sein. Ich glaube, dass es schwieriger wird unter 60 zu bleiben, als 40 voll zu bekommen. Parallel zur Anforderungsanalyse und Konzeption, habe ich schon begonnen den Prototypen zu implementieren (den ganzen Tag schreiben kann man ja auch nicht…). Einfache 3D-Objekte kann er bereits laden und anzeigen. Und man kann drumherum laufen und es von allen Seiten begutachten. -Noch- bin ich recht zuversichtlich, es rechtzeitig fertig zu bekommen. Wobei rechtzeitig eigentlich zu spät ist… in der Woche vor Projektabgabe stehen so viele andere Termine an, dass ich ein ernsthaftes Problem bekomme, wenn ich dann noch nicht fertig sein sollte. Aber wenn es in diesem Tempo weitergeht und es endlich mal aufhört zu schneien (und ich nicht ständig raus laufen und Schneeschieben muss) – dann klappt hoffentlich alles.
Alle haben darüber geschrieben, alle haben darüber berichtet. Das Internet überschlägt sich voller Hype-Meldungen, Applaus-Bekundungen und den üblichen Flopp-Voraussagen über Apples neuestes Produkt: Das iPad. Eigentlich wollte ich hier auch gar nichts darüber schreiben, bis ich heute auf TechCrunch einen Artikel gelesen habe, der in meinen Augen einfach wie die Faust aufs Auge passt:
The iPad is a computer for people who don’t like computers. People who don’t like the idea of upgrading their 3D drivers, or adjusting their screen resolution, or installing new memory. Who don’t understand why their computer gets slower and slower the longer they own it, who have 25 icons in their system tray and have to wait ten minutes for their system to boot up every day. – Ethan Nicholas, TechCrunch
Unbedingt den kompletten Artikel lesen – denn fast jeder von uns hat so eine Mum, Dad, Oma, Opa, Schwester, Bruder, Tante, Onkel, etc. zuhause. Und bei 95% der Fälle dürfte das beschriebene Szenario der überfüllten Taskleiste und des ewig lahmen Windows-Computers zutreffen. Einfach mal kurz drüber nachdenken – dann nachzählen wie viele von diesen Leuten man in der Familie hat und wie viele davon deutlich mehr als $499,- (der Einstiegspreis des iPads) für ihren letzten Computer bezahlt haben. Wenn auch nur jeder Zweite von denen bereit ist, sich den teuflischen Zwängen von Apples Gate-Keeper-Praxis zu Gunsten eines sorgenfreien Computerlebens zu unterwerfen, dann wird es ein wahnsinns Erfolg…
Und dazu noch die “paar” Technik-Freaks wie mich, die ausnahmsweise nicht über fehlende Anschlüsse oder Ähnliches weinen, sondern nicht immer ihr 17″ MacBook Pro mitschleppen wollen, wenn sie Surfen, Dokumente lesen, oder Texte unterwegs schreiben wollen (Ja… Das alles geht auch auf dem iPhone. Aber will man da wirklich einen Brief schreiben? Ein langes PDF-Dokument Lesen?). Alleine die morgendliche Zeitungslektüre am Frühstückstisch, das Blog-Lesen auf der Couch oder das Surfen abends im Bett, könnte so viel Angenehmer sein, als derzeit mit einem Laptop. Dazu kommen dann noch Spezialanwendungen wie für Ärzte, oder auch einfach nur Studenten, die in der Uni was zum Surfen und Tippen brauchen (hey… schon mal versucht auf einem Acer Aspire One zu tippen?). Ich jedenfalls bin gespannt…
Ach ja… beim Namen haben alle Kritiker recht: den find ich auch schrecklich…
Jetzt geht’s los… Gestern war endlich die schriftliche Bestätigung, dass ich mit meiner Abschlussarbeit beginnen darf, im Briefkasten. Wurde auch Zeit, da offizieller Starttermin schon heute ist. Jetzt habe ich 9 Wochen Zeit für die Ausarbeitung des Themas, die Entwicklung eines Prototyps und das Schreiben der 50-60-seitigen Thesis. Das Thema meiner Arbeit ist “Visualisierung versionierter 3D-Objekte auf mobilen Endgeräten”. Ziel ist ein System, in dem mehrere Benutzer gemeinsam an 3D-Objekten (wie z.B. Gebäudemodellen) arbeiten können. Hierbei entsteht ein Versionsbaum mit unterschiedlichen Entwicklungsständen der Objekte, der intuitiv bedienbar auf mobilen Endgeräten dargestellt werden soll (“Wie unterscheidet sich Version 2 von Version 328?”). Mobile Endgeräte bedeuten für meinen Prototypen Smartphones mit Android-Betriebssystem. Da der 3D-Teil in Open GL ES implementiert wird, sollte eine Portierung auf das iPhone OS o.ä. aber auch kein Problem darstellen.






